von Frank Wollmann, Dresden
Am Feldrain
Am Feldrain
von Frank Wollmann, 03.06.2025
Am Feldrain steht ein kleines Haus,
drin ein paar Seelen leben,
schauen auf Feld und Garten hinaus,
wo manche Tiere sich bewegen.
Es schnurrt der Igel, schleicht die Katze,
der Fuchs markiert hier sein Revier,
die Mäuse spüren jäh die Tatze,
der Maulwurf gräbt nach manch Getier.
Bei Vollmond huscht so mancher Schatten,
streift durch die Büsche hin zum Zaun,
längst sind schon locker ein paar Latten,
auf die Öffnung kann man vertrau'n.
Auf der Milchstraße die Sterne blinken,
einige sind längst verglüht,
Sternschnuppen Richtung Erde sinken,
dabei so mancher Wunsch erblüht.
Die Nachtigall hört man tirilieren,
der Kuckuck hält schon lange Ruh,
Fledermäuse Flugkünste vollführen,
im Nachbarhaus schlägt ein Fenster zu.
Bei Sonnenschein auf der Terrasse,
lädt der Pool zum Planschen ein,
der Kaffee duftet aus der Tasse,
Erdbeerkuchen muss auch sein.
Am Feldrain lässt es sich gut leben.
Langeweile kommt nicht auf,
im Winter Futter geben,
dann kommen sie zum Vogelhaus.