von Frank Wollmann, Dresden
De Zweesamkeit
De Zweesamkeit
von Frank Wollmann, Dresden 30.12.2025
De Zweesamkeit wie isse scheen,
de Jahre sieht mor uns schon an,
durch Dick und Dünn zusammengeh'n,
dabei mor viel erleben kann.
Dorheme spiegelt sich das Bild,
de Möbel gehm das oh wider,
früher war'n wor noch sehr wild,
geruhsam lass mor uns jetzt nieder.
Da sitz mor off der Ofenbank,
das Fotoalbum aufgeschlagen
und sehen wie mer war'n ma schlank,
jetzt geht de Liebe durch'n Magen.
Un trutzdem sin mer noch agil
freu'n uns auf's Enkellachen,
erinnern uns dabei sehr viel
an uns're krummen Sachen.
De Zeiten sin nu Grad ni leicht,
de Welt liegt in hohen Fieber,
uns de Geschichte damit zeigt,
vieles kehrt im Leben wieder.
Jedoch in trauter Zweesamkeit
kannste alles übersteh'n,
mit Liebe is mer stets gefeit
vorm Kommen und vorm Geh'n.