von Frank Wollmann, Dresden
Die Hoffnung bleibt
Die Hoffnung bleibt
von Frank Wollmann, Dresden 08.07.2026
Ich liege im Sand, einen Halm im Mund,
schaue in die Weite des Himmels hinein,
für Pessimismus sehe ich keinen Grund,
kreischend hör ich die Möven schrein.
Die Gedanken fliegen durch die Zeit,
Kinder, Enkel, Alter, Gesundheitssystem,
plötzlich machen sich Zweifel breit,
so kann es doch nicht weitergeh'n.
Die Rentenkasse Selbstbedienungsladen,
Das Gesundheitssystem am Tropf,
Millionäre vermehren sich wie Piraten,
bedienen sich am Steuertopf.
Die Bildung gehört längst reformiert,
Kleinfürstentümer verlieren ihr Recht,
Krankenkassenquantität explodiert,
Verschlankung wäre hier nicht schlecht.
Ich hör auf zu denken, mir wird schlecht,
möchte vor den dunklen Wolken flieh'n,
die Gewählten werden uns nicht gerecht,
Spinnen längst ihre Netzwerke zieh'n.
Es liegt die Hoffnung auf der Jugend,
dass sich zeigt des Himmels Blau,
nur durch Ehr, Fleiß und Tugend
man optimistisch in die Zukunft schau.