von

Zweifel

Es klappern de Knochen

Es klappern de Knochen

Wie klappern de Kniee,
wie schlottern de Zähne,
trotz aller meiner Mühe,
geht aus och de Mähne.
Die Jugend verjet
und das Alter nimmt zu,
von schlank bis ganz breet,
man kommt ni zur Ruh.
De Psyche, se bröckelt,
Zweifel schleichen sich ein,
langsam man schwächelt,
Zeit für das Heim.
Ni mit mir ihr Lieben,
da geh ich ni hin,
da habsch keen Frieden,
denn dort isses schlimm.
Ich hab mich entschieden,
ich studiere noch mal,
hab mich eingeschrieben,
jetzt sitz ich im Saal
und hör den Dozenten
über Gerantologie,
wie oft mir da jolen,
der Mann, ein Genie.
Ich hab jetzt verstanden,
im Alter trink Wein,
die Römer rausfanden,
altern tun mer allein.
Angst darfste ni hamm,
das mach dir ja klar,
denn Altern nie was für Feiglinge war.

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