von

Mittagssonne

Freischnitt

Freischnitt
von Frank Wollmann, Dresden 14.03.2025

Die Scheren, Sägen nun geschwungen,
das Licht kommt in das Dunkel rein
dass sich entfalten nun die Jungen,
Verjüngung muss im Frühjahr sein.

Es zeigen sich mehr volle Blüten,
robuster werden Strauch und Baum,
Mittagssonne scheint vom Süden,
bald können wir auf Früchte schaun.

Maulwürfe fleißig graben,
auch Regenwürmer sich schon winden,
Pelzbienen sich am Nektar laben
Vögel wieder Futter finden.

Den Specht hört man emsig hämmern,
der Nestbau ist in vollen Gange,
die Vögel jubilieren laut,
nun dauert es nicht mehr so lange.

Aus Nestern hört man die Kleinen,
sie reißen ihre Schnäbel auf,
stehen noch nicht auf eig'nen Beinen,
die Eltern nehmen dies in Kauf.

Insekten füttern sie in Mengen,
von Schädlingen sie uns befreien,
die Sonne fängt nun an zu sengen,
da möcht man gern im Schatten sein.

Es atmen Wipfel, Sträucher, Gräser,
ein Hauch an Frische uns erreicht,
wir füllen uns zum Toast die Gläser,
auf dass der Winter gänzlich weicht.

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