von Frank Wollmann, Dresden
Gemeinsam altern

Gemeinsam altern
von Frank Wollmann, Dresden 22.07.2025
Jung und ungestüm wir waren,
kannten keine Zipperlein,
erst später haben wir erfahren,
was sich stellt im Alter ein.
Vorher gab es kein Tabu,
tranken, tanzten durch die Nacht,
bis die Augen fielen zu,
mittags sind wir aufgewacht.
Welche Freiheit wir verspürten,
hatten manche Zukunftsträume,
lachten, sangen, uns berührten,
stolz auf uns're Lebensbäume.
Mit den Kindern wuchs die Reife,
den Gang tiefer nun gelegt,
begann eine neue Reise,
die uns're Herzen sehr bewegt.
Arbeit, Kinder, Garten, Haus
hielten uns auf Trab,
ein wahrlich bunter Blumenstrauß,
die Anstrengung nicht knapp.
Enkel kamen noch dazu
und auch manches Zipperlein,
so kamen wir nicht zur Ruh,
Altersjugend stellt sich ein.
Gern würden wir die Entwicklung seh'n,
von all unseren Lieben,
wissen nicht, wann wir geh'n,
nirgends steht es ja geschrieben.
Grau das Haar, die Knochen krachen,
doch der Geist noch jugendlich,
lieben uns, haben viel zum Lachen,
ja ihr haltet uns noch frisch.