von Frank Wollmann, Dresden
Ich atme
Ich atme
von Frank Wollmann, Dresden 26.04.2026
Es tragen mich die Schuhe frohgemut
durch Täler und auf Bergeshöh'n,
der Himmel blau, die Sicht sehr gut,
die Sonne macht's noch Mal so schön.
Der Blütenduft verwöhnt die Nase,
die Bienen sammeln Nektar ein,
auf dem Feld hoppelt ein Hase,
beschaulicher kann es nicht sein
Auf der Koppel wiehern Pferde,
genießen auch die Jahreszeit,
frisches Grün sprießt aus der Erde,
saft'ge Gräser weit und breit.
Höfe stolz ihr Antlitz präsentieren,
oftmals viele Hundert Jahre alt,
uns ins Mittelalter führen,
wo noch and'res Recht wohl galt.
Ich atme ein die frische Luft
und schließe meine Augen,
verwöhnt werd ich von süßen Duft,
kann mein Glück kaum glauben.
Ich atme und dies nicht allein,
hab mir vertraute Begleitung,
ach könnt dies nur für immer sein,
ich dankte es mit Verneigung.