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Leben

Innere Einkehr

Innere Einkehr
von Frank Wollmann, Dresden 16.05.2026

Die Wiesen feucht vom Morgentau,
die Luft ganz klar und kühl,
der Himmel fast strahlend Blau,
ich hör auf mein Gefühl.

Was wohl in meinem Inneren sei,
was erwarte ich noch vom Leben,
da höre ich einen lauten Schrei:
"Ich möchte nicht aufgeben!"

Hörst du nicht die Vögel singen,
siehst du nicht das Entenpaar,
Wipfel in den Himmel dringen,
plötzlich werden Bilder klar.

Halt die Augen fest geschlossen,
innerlich ich Bilder seh,
Erinnerungen erscheinen unverdrossen,
manche tun mir sichtbar weh.

Auch sehr schöne sich abbilden,
unverzerrt sie Glück ausstrahlen,
von den Zeiten, ach so wilden,
möcht mir's wiederholt ausmalen.

Was sind wir nur für Kreaturen,
wenn wir uns're Welt betrachten,
so viel Schönes geht verloren,
weil einige nach mehr stets trachten.

Morgenrunde geht zu Ende,
innere Einkehr mich beflügelt,
ausgestreckt sind meine Hände,
lieb das Leben ungezügelt.

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