von

Vergangenheit

Kindheit

Kindheit
von Frank Wollmann, Dresden 30.03.2026

Erinnern wir uns an Kindertage,
die in der frühen Kindheit liegen,
beschäftigt uns sofort die Frage,
ob wir da ganz richtig liegen.
 
Was wir als riesig wohl empfunden,
stellt sich heut völlig anders dar,
Vergangenheit wahrhaft erkunden,
für niemand jemals einfach wahr.
 
Und doch bleibt Heimatliebe steh'n,
wenngleich man mehrfach umgezogen,
wo man geboren, ist es schön,
hat schließlich da sein Herz verloren.
 
Der Geruch, die Farben und die Klänge
sind im Gedächtnis eingebrannt,
es ist ein besonderes Gemenge,
wo einst ja die Wiege stand.
 
Es sind die vielen bunten Bänder,
das fröhliche Kinderlachen,
selbst das alte Treppenhausgeländer,
die als Erinnerung erwachen.
 
Der Ruf der Mutter Heim zu kommen,
der leckere Essensduft vom Herd,
die Schelte, die man hat vernommen,
lief wieder einmal was verkehrt.
 
All die erfundenen Geschichten,
die Oma, Opa uns erzählten,
wo Prinzen Drachen arg zurichten,
uns manchmal Alpträume ja quälten.
 
Geburtstage und all die Feste
zu denen die Verwandtschaft kam,
wo die Geschenke war'n das Beste
und alle sich mal wieder sah'n.
 
Je älter man in Jahren wurde,
verklärtes sich das ganze Bild,
vergessen wurden viele Worte,
war nunmehr weise, nicht mehr wild.
 
Wovon kein Mensch bleibt verschont,
egal welch Alter er erreicht,
das Kind immer in uns wohnt
und dies macht uns das Leben leicht.

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