von

Verzehr

Kulinarischer Exzess

Kulinarischer Exzess
von Frank Wollmann, Dresden 26.12.2025

Frühmorgens, wenn die Sonne lacht,
der Tisch ist reichlich schon gedeckt,
hat Hunger sich längst breit gemacht,
die erste Mahlzeit wahrlich schmeckt.

Endlich ein längeres Arbeitsfrei,
die Ruhe wird genossen,
da eilt die Mittagszeit herbei,
Gans, Klöße, auf Verzehr nun hoffen.

Die Bäuche sind noch in Aktion,
man hört es an dem Klagen,
die Düfte überzeugen schon,
Liebe geht bekanntlich durch den Magen.

Der Nachtisch spart nicht an Kalorien,
trotzdem muss man ihn haben,
heut wird das Völlern wohl verzieh'n,
die Konsequenzen wir selbst tragen.

Nach Bewegung alle rufen,
sich zum Spaziergang nun begeben,
beschwerlich sind die ersten Stufen,
die Beine lassen sich schwerlich heben.

Kaum, dass man wieder drin im Warmen,
ist die Kaffeetafel eingedeckt,
gilt's sich des Süßen zu erbarmen,
was uns're Kinderträume weckt.

Es wird geschwatzt, gespielt, getrunken,
die Zeit im Fluge so vergeht,
bevor man gänzlich ist versunken,
Abendbrot reichlich auf dem Tische steht.

Würste, Käse, Salat, nachher noch Dessert
für die Augen angerichtet
und noch vieles mehr,
warten, dass es wird vernichtet.

Alles schmackhaft ohne Frage,
Waagen sind jetzt verbannt,
sehr gewichtig die Festtage,
bis man sich's hat abgerannt.

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