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Zeit

Lauschen in die Stille

Lauschen in die Stille
von Frank Wollmann, Dresden 15.09.2025

Sehe in den blauen Himmel,
der von links mit Grau bedeckt,
auf der Erde ein Gewimmel,
hab gerade eingecheckt.

Warte auf die Flugansage,
habe noch geraume Zeit,
denke an die letzten Tage,
fühlte mich k. o., ja breit.

Hab geschlossen meine Augen,
höre viel Geschäftigkeit,
möchte Stille in mich saugen,
doch mein Kopf ist nicht bereit.

Ganz viele Gedanken kreisen,
jeder Laut wird stark gefiltert,
bis es endlich geht auf Reisen,
weil durch Sinne sie bebildert.

Endlich bin ich angekommen,
liege unterm Sternenmeer
und mein Blick ist verschwommen,
bald schon hör ich gar nichts mehr.

Nur den Wellenschlag ganz leise
und in den Bäumen die Zikaden,
Stille auf ganz and're Weise,
die der Seele wird nicht schaden.

Stille willst mir so viel sagen,
hältst den groben Lärm mir fern,
mit der Stille würd ich's wagen,
auch zu werden mal ein Stern.

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