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Frühjahrssaat

Lebensnass

Lebensnass
von Frank Wollmann, Dresden 11.03.2026

Die Erde lechzt nach Feuchtigkeit,
dem wichtigen Elixier des Lebens,
keine Wolken weit und breit,
auf Regen wartet man vergebens.
 
Die Bodenkrumen trocknen aus,
der Wasserspiegel sinkt,
jetzt, wo es die Triebe schiebt heraus,
ein jedes Pflänzchen trinkt.
 
Die Frühjahrssaat längst ausgebracht,
der Bauer schaut auf's Wetter jeden Tag,
Wolken ziehen auf in der Nacht,
erwartet wird bald Niederschlag.
 
Dann hört man Tropfen fallen,
der Himmel dunkel zugezogen,
grelle Blitze, Donner hallen,
Vögel in ihre Nester flogen.
 
Es wandelt sich in sanften Regen,
die Erde wird nun schwer und feucht,
Regenwürmer sich bewegen,
ein Maulwurf unterm Hügel keucht.
 
Die Wiesen frisch ergrünen,
Frühjahrsblüher stehen auf,
es fliegen erste Bienen,
so vollzieht sich des Wetters Lauf.
 
Vom Lebensnass getrunken,
die Blumen bunt erblüh'n,
in ihren Farben tief versunken,
sie frischen Duft verspüh'n.
 
Das Rinnsal wuchs zum Bach,
die Quellen sprudeln frei,
Langschläfer werden wach,
die Trockenheit vorbei.
 
Die Sonne nun versinkt,
der Tag zu Ende geht,
die Nacht uns Ruhe bringt,
ein Hirsch am Weiher steht.

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