von

Elbe Tal

Melancholie

Melancholie
von Frank Wollmann, Dresden 03.05.2026

Alte Wege, Steige sich hoch winden,
bieten uns hier freie Sicht,
Winzerhäuser an den Hang sich binden,
manches ganze Bände spricht.

Unten in der Elbe Tal
steht Friedrich Wiecks Haus,
Robert Schumann, Claras Gemahl,
erfuhr in Dresden manch Applaus.

So vollzog sich mancher Wandel,
als der Mühlenbetrieb war passé,
schloss Leonardie einen Handel,
baute sie sich um in ein Atelier.

Wo einst der Wein dominierte,
heute Bäume in die Höhe ragen,
einst das Pferd die Kutsche führte,
jetzt Vergaser die Karosse tragen.

Seil- und Schwebebahnen,
Ingnieurskunst früher Zeit,
voller Stolz waren uns're Ahnen,
dass man war schnell betriebsbereit.

Bürgerhäuser und auch Villen
zeichnen uns ein lieblich Bild,
in den Winkeln, meist den Stillen,
wo der Verkehr nicht ganz so wild.

All die Motive, die gegeben,
verführen uns in Träumerei,
wie hier war ja einst das Leben
und man wäre mit dabei.

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