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Ferne

Mosaik des Himmels

Rosa-oranger Sonnenuntergang über der Dresdner Skyline mit Frauenkirche, passend zum Gedicht "Mosaik des Himmels" von Frank Wollmann

Mosaik des Himmels
von Frank Wollmann, Dresden 02.08.2026

Ich wäre so gern ein Wolkenpuzzel,
würde mit den Wolken zieh'n,
als winzig kleines Fussel,
von Rom bis nach Berlin.

Dort könnte ich mich vereinen
zu Kumulus und Co.,
bis anfing ich zu weinen,
vielleicht ja irgendwo.

Uns fehlt so sehr der Regen,
die Flüsse trocknen aus,
möcht bringen nassen Segen,
als Puzzle zög ich aus.

Würde um den Erdball wandern
und Tröpfchen sammeln ein,
hier und da mäandern
und käme wieder heim.

Als Nimbostratus würde ich kommen
und sanften Regen bringen,
hätte ich Cumulonimbus angenommen,
könnte mir Gewitter gar gelingen.

Wie liebe ich die Wolkenschafe,
die hoch am Himmel steh'n,
sehe sie noch vor dem Schlafe,
vor der Sonne Untergeh'n.

Der rote Abendhimmel
summt mir ein leises Lied,
in der Ferne ein rosa Schimmel,
der mich in Träume wiegt.

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