von Frank Wollmann, Dresden
Trockenschwimmer
Trockenschwimmer
von Frank Wollmann, Dresden 07.08.2026
Ein Schwimmer wie er im Buche steht,
brauch Wasser zum Schwimmen,
wenn's aber bloß bis zum Knöchel geht,
kann irgendwas nicht stimmen.
Die Hitzewelle legt sie frei,
der Elbe Hungersteine,
was dies für ein Zeichen sei,
Antwort gibt's da nur eine.
Die Elbe wird fast leer gezutscht
von all den Sonnenstrahlen,
so wie man an dem Eise lutscht,
so kann man sich's ausmalen.
Das Wasser ist ein Element,
was alle täglich brauchen,
wenn es die Sonne so verbrennt,
worin soll'n wir untertauchen?
Darum singen wir das Regenlied,
dass Wolken sich ergießen,
man wieder grüne Wiesen sieht
und wild die Bäche fließen.
Der Schwimmer nicht mehr trocken liegt,
sein Körper wird getragen,
er sicher seine Bahnen zieht,
Hungersteine nicht mehr klagen.