von Frank Wollmann, Dresden
Winterruhe
Winterruhe
von Frank Wollmann, Dresden 20.01.2026
An der See tritt Ruhe ein,
Touristenzeit geht nun vorüber,
jetzt genießt man fast allein,
diese Zeit kommt jährlich wieder.
Die Strände leer, kalt weht der Wind,
ein Wellenschauspiel bricht das Licht,
ich freue mich grad wie ein Kind,
weiß brausend schäumt die Gischt.
Im Bodden, wo das Wasser steht,
liegt eingefroren manches Boot,
der Zeiger sich hier anders dreht,
für's Baden gibt es kein Verbot.
Die Enten wie auf Schlittschuh'n stehen,
ein Schauspiel Sondergleichen,
sie rutschen mehr, als sie gehen,
bis sie das Wasser dann erreichen.
Die Luft ist würzig kalt,
ich atme ganz tief ein
und Sehne mich schon bald
nach einem warmen Heim.
Bei Knuddel, Daddel du
kehr ich mit Freuden ein,
seh im Kamin dem Feuer zu,
nichts kann jetzt schöner sein.