Nachdenkliches

Friedenstauben

von

Haltet fest den Frieden,
dieses große Gut,
lasst Friedenstauben fliegen,
verliert niemals den Mut.

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Zukunft

von

Schon immer Menschen träumen,
von Sternen, Mond, Sonne fasziniert,
von Wellen, die im Mondlicht schäumen,
gespannt, wohin die Menschheit wird geführt.

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Wunden

von

Ob Faustrohr, Colt oder Arkebusen,
wie Handfeuerwaffen auch benannt,
sie dienen Jenen nicht zum Schmusen,
die sie halten in ihrer Hand.

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rigoros

von

Endlich fangen sie zu sparen an.
Die Schelle muss nicht sein
beim Schokoladenweihnachtsmann,
auch wenn sie ja nur klein.

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Leiden

von

Die einen haben Glück im Unglück,
sind der Hölle noch entkommen,
kehren nach Hause zurück,
haben minder Schaden nur genommen.

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Zeichnung alter knorriger Baum © Frank Wollmann
Frieden

von

Verdammt ich lebe, ich leb’ nicht schlecht,
kann ja nicht klagen, wär ungerecht,
brauch nicht zu hungern, leide keinen Durst,
was Andre machen, das ist mir wurst.

+
Buga Dekoration © Frank Wollmann
Frieden

von

Freude kommt zurzeit nicht auf,
holt alles aus den kleinen Leuten raus,
lustig, lustig, trallalala la,
schwups ist der Fiskus wieder da,
schwups ist der Fiskus wieder da.

+
Dankbarkeit

von

Lass es regnen, trübe sein,
stell dir auf ein Kerzenlicht,
erfreue dich an ihrem Schein
und verzage ja nur nicht.

+
Lebenskreis

von

Was immer man bringt zum Grabe hin,
Erinnern ist der wahre Sinn
an all die Stunden, die man verbracht,
die uns das Leben reich gemacht.

+
Gewicht

von

Arglos zieh'n sie über Wiesen,
eine weiße Gänsepracht,
schnattern über Jenen, Diesen,
bis hereinbricht jäh die Nacht.

+
Landschaftszeichnung © Frank Wollmann
Herde

von

Tief verwurzelt in dem Werden,
klar dazu Gedanken fließen,
dass all die bunten Herden,
grasen auf den richt'gen Wiesen.

+
Wandel

von

Geologie der Macht
hat es immer schon gegeben,
Paläste entstanden voller Pracht
auf Knochen von Menschenleben.

+
Frieden

von

Lasst uns die friedliche Welt begrüßen,
ignoriert die Neuordnung der Welt,
verhindert, dass ihr müsst auf Menschen schießen
für Andrer Macht und Geld.

+
Gedanken

von

Gehst du zum Arzt, sei dir gewiss,
er sucht und wird auch finden,
nichts mehr wie vorher ist,
die Glückshormone schwinden.

+
Weißes Pferd © Ina Lilie
Umbrüche

von

Was nützt das Jammern, Lamentieren,
Ochsen sind schon immer schwer zu führen.
Setzt lieber auf ein gutes Pferd,
da macht ihr nicht so viel verkehrt.

+
Umbrüche

von

Ein Freudenfest der Freiheit ja,
Ist endlich uns gelungen,
Nur ist die Einheit längst nicht da,
Hat man auch hart darum gerungen.

+
krümmen

von

He du! Haste mal ne Kippe?
Schnorren bringt stets etwas ein,
musst nur ham ne große Lippe,
kannst von Arbeit dich befrei'n.

+
Tränen

von

Sag mir welche Mutter weint,
wo ist ihr Kind geblieben?
Für sie nicht mehr die Sonne scheint,
was ist gescheh'n?

+
Ablenkung

von

Es war kein Löwe, auch kein Schwein,
was auch ward recherchiert,
was Großes aber sollt es sein,
dann verkauft sich's wie geschmiert.

+
Sumpf

von

Die Nachrichten les ich mit Verdruss,
denn lang schon plagt mich arger Frust,
was uns're Ampelmännchen machen,
ist lang schon nicht mehr nur zum Lachen.

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