Die neuesten Wortgedanken
Blüten

von

Vor dem Winter hatten sie sich versteckt,
jetzt glänzen sie in bunter Farbenpracht.
Der Frühling hat sie wieder aufgeweckt,
weil stundenlang die Sonne lacht.
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Fensterbögen

von

Es stehen Ruinen, alte Mauern,
teils überwuchert, teils freigelegt,
sie sicher noch viele Jahre überdauern,
was haben sie nicht alles schon erlebt.
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Kamelienboom

von

Carl von Linn'e hat sie benannt,
die Blume, die als Symbol des Frühlings gilt,
als Kamelie wurde sie so weltbekannt,
Formen und Farben ein unvergessliches Bild.
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Erblickt

von

Der Schnee ist gerade verschwunden,
Wiese und Beete sind wieder frei,
da dauert es nur wenig Stunden
und die Blumenfee, sie eilt herbei.
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Frühjahrssaat

von

Die Erde lechzt nach Feuchtigkeit,
dem wichtigen Elixier des Lebens,
keine Wolken weit und breit,
auf Regen wartet man vergebens.
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Liebste

von

International wird zelebriert,
Frauen als wertvoll zu bemessen,
gebt drum acht, dass nicht passiert,
diesen Tag gar zu vergessen.
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Zauber

von

Im Fichtenwald zieht Leben ein,
die Wichtel sind jetzt aufgewacht,
gekitzelt von dem Sonnenschein,
ihr Wichtelherz gleich Sprünge macht.
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Flair

von

Die Heimat, unser deutsches Land
kann man täglich neu entdecken,
verborgen liegt so allerhand,
dies sollte uns're Neugier wecken.
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Frühjahrsputz

von

Blattwerk, Kleidung und Fassaden
sieht man farblich aufgefrischt,
weil sie in der Sonne baden
und das Wintergrau zerbricht.
+
Friedenstaube

von

Der Imperialismus zügellos erscheint,
willkürlich wieder Bomben fallen,
die Mutter ihr Kind beweint,
Rauchsäulen steigen, Schüsse hallen.
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Schmelze

von

Der Himmel hat sich aufgetan,
vereinzelt nur noch Wolken schweben,
auf dem Mist kräht laut der Hahn,
es soll bald wärmeres Wetter geben.
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Osterwelt

von

Die Wiesen glänzen saftig grün,
Lämmerschwänze im Nektarreigen,
die Hühner sich jetzt emsig müh'n,
bei ihnen sich nun Hasen zeigen.
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Schnee

von

Der Himmel endlich frei vom Grau,
aufgezogen die Gardine,
zeigt er sich jetzt in klaren Blau,
die Sonne strahlt mit froher Mine.

+
Sonnenlicht

von

Weiß und Grau nun verschwinden,
allerorts der Boden bricht,
woraus sich zarte Pflanzen winden,
mit Blüten streben sie zum Licht.

+
Zunft

von

Die Säulen gewaltig in die Höhe ragen
und unten steh'n wir irdisch klein,
als würden sie den Himmel tragen,
allein dies beeindruckt ungemein.

+
Enthusiasten

von

Unter dem Kessel die Kohle glüht,
Dampf sich gegen Kolben presst,
die ganzen Waggons so zieht,
uns gemütlich reisen lässt.

+
mystisch

von

Schemenhaft die Bilder kommen
und im Nebel schnell verschwinden,
erscheinen verzerrt, verschwommen,
ganz bizarre kann man finden.

+
Harmonien

von

Welch Empfinden, welche Kunst
kann ich im Quartier entdecken,
sie erhält gleich meine Gunst,
weil man kann so viel entdecken.

+
Sinne

von

Die Sinne sich in Bildern zeigen,
sobald das Wörtchen "Naschen" fällt,
die Phantasien sich daran weiden,
je nach dem, was einem dran gefällt.

+
Festmahl

von

Unterm Kessel lodert Feuer,
drinnen schon der Gulasch schwitzt,
alle freuen sich ungeheur,
dass das Süppchen sich erhitzt.

+
Elefanten-Apotheke

von

Einer Krähe, die wohl krank,
wurde ein Rezept geschrieben,
schob's nicht lange auf die Bank,
wollte gleich zur Apotheke fliegen.

+
Gekeltert

von

Die Traubenlese ist vorüber,
die Feldmaus staunt nicht schlecht,
denn jährlich immer wieder,
bleibt ihr ein guter Rest.

+
aufgeschlagen

von

Im Leben bedarf es offener Türen,
durch welche man Räume entdeckt,
je nach Erfahrung wird man spüren,
ob Gutes in dem Raum ja steckt.

+
Frieden

von

Es brodelt auf der ganzen Welt,
nichts ist mehr wie vorher,
was hat man in der Schule uns erzählt,
stellt ein sich immer mehr.

+
aufgeschlagen

von

Die Etikette mahnt
ein höfischen Benehmen
und jeder hier schon ahnt,
aansonsten muss man sich schämen.

+
Wellenschauspiel

von

An der See tritt Ruhe ein,
Touristenzeit geht nun vorüber,
jetzt genießt man fast allein,
diese Zeit kommt jährlich wieder.

+
Eindrücke

von

Rund sich die Erde präsentiert,
Entfernungen berechenbar,
wohin der Weg auf ihr auch führt,
ein Anfang und ein Ende war.

+
Künste

von

Uralt sind die Symmetrien,
durchziehen Werden und Verschwinden,
nicht ausgedacht gar vom Genie,
wir sie in der Natur schon finden.

+
Lieben

von

Erkennen baut auf Wissen und Erfahrung,
kann so die Lage gut bewerten,
da wird das Wesentliche zur Offenbarung
und kann uns erden.

+
Genießen

von

Haste gestern gar gelacht,
weil's altern Spaß gemacht.
Hörst de Knochen knacken,
schlaff wer'n schon de Backen,

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Über wortgedanken.de

Erlebtes, Gehörtes und Berührendes ...

halte ich gern mit meinen Worten fest und teile das eine und andere Gedicht mit Freunden, Nachbarn und Kollegen. Sie ermutigten mich, diese Eindrücke und Emotionen von der Natur, den Menschen, den Streiflichtern über Feste, Jahreszeiten u. v. m. einem größeren Personenkreis zugänglich zu machen.

So entstehen seit vielen Jahren Gedichte, die ich gelegentlich mit eigenen Zeichnungen oder Fotos illustriere. Menschen ein Lächeln, ein Nachdenken oder auch Tränen der Entlastung schenken zu können, ist das, was mich inspiriert, meine Wahrnehmungen in Wortgedanken zu fassen und zu bebildern.

Sind Sie neugierig geworden? - zögern Sie nicht, entdecken Sie Parallelen zu Ihren eigenen Wahrnehmungen und Befindlichkeiten. Viel Spaß.

Ihr Frank Wollmann, Autor

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