Die neuesten Wortgedanken
Himmelfeuer

von

Wenn der Abendhimmel brennt
meine Augen davon trinken,
bizarr verändert sich die Welt,
ist die Sonne schon beim Sinken.

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folgen

von

Auf die Uhr muss man nicht schauen,
vielmehr Auslagen studieren,
seinen Sinnen nur vertrauen,
mit den Händen Stoffe spüren.

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Erklärung

von

Im Wartezimmer heißt es warten,
der Name steht dafür,
gemischt werden die Karten,
bis man findet dann Gehöhr.

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Verlangen

von

Weiße Flecken sich noch finden,
doch die Kraft ist ungebremst,
Sprosse sich zum Lichte winden,
bis die erste Farbe glänzt.

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Violettes Partylicht © Ina Lilie
Spekulanten

von

Tucholsky schrieb vor dreiundneunzig Jahren
ein Gedicht, dies hat immer noch Bestand,
dessen Inhalt schmerzlich er erfahren,
aus dem die Menschheit noch nicht gelernt.

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Erfassen

von

Die Kinder und die Jugendzeit
im Innersten des Herzes liegen,
der Blick wird durchs Alter weit,
noch immer viele Träume fliegen.

+
Glückwunsch zum 100. Geburtstag

von

Zeitlos Fotos wiedergeben,
alles, was wir festgehalten
aus dem bisherigen Leben,
Erinnerung bleibt so erhalten.

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Verstärker

von

Erinnerungen werden wach,
alltägliches vergessen,
dem hohen Alter sieht man's nach,
muss alles neu bemessen.

+
Zeichnung Tulpenstrauß © Frank Wollmann
Macht

von

Frauen Leben uns gebären,
was in Frieden muss gedeihen,
Kriege, die nur Leid uns bringen,
dürfen niemals sie verzeihen.

+
Aquarell © Frank Wollmann
Menschheit

von

Es grüßt das graue Wolkenfeld,
weithin nur Grau in Grau,
düster steht auf die müde Welt,
sehnt sich so sehr nach Blau.

+
Zeichnung Weinflasche © Frank Wollmann
bewusst

von

Es tagt der Rentnertreff in Runde,
viel gibt es wieder zu berichten,
so nutzt man gerne diese Stunde,
zu nichts muss man sich hier verpflichten.

+
Bewegung

von

Das Fernweh durch die Adern fließt,
die Augen in die Weite schweifen,
der Mensch immer schon genießt,
die Welt aus Neugier zu bereisen.

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Zeichnung Baumlandschaft © Frank Wollmann
Kreativität

von

Innovativ der Zauber wirkt,
Kreativität sich darin verbirgt.
Einrichtung für den Selbstaufbau,
Ambiente verdrängt Alltagsgrau.

+
Frühlingstraum

von

Es ziehen wieder Farben ein
und schmücken uns're Zimmer.
Sie strahlen dann im Sonnenschein
und im Kerzenschimmer.

+
Federkleid

von

Steigt im Frühjahr die Temperatur,
besetzen sie den Baum scharenweise,
laut ertönt der Staren-Chor
mit Liedern von der langen Reise.

+
Zeit

von

Ist die Welt auch nicht groß,
wartet nicht, reitet los,
schwingt euch schnell auf das Pferd,
morgen ist's Geld wen'ger Wert.

+
Liebe

von

Jedes Jahr zur gleichen Zeit
flattern Sträuße hin zu Lieben,
wieder ist es mal soweit,
nette Zeilen sind geschrieben.

+
Zeichnung © Frank Wollmann
Pack an

von

De Jahre vergeh'n,
was will mer da saachen,
muss schon überleg:n,
was mer gemacht an den Tagen.

+
erwacht

von

Die Morgennebel steigen auf,
geben damit frei die Sicht,
mich zieht's sogleich hinaus
ins strahlend warme Licht.

+
Reparatur

von

Häuser voll von Technik sind,
Anders, als vor Tausend Jahren,
Nur wer Handwerker noch find,
Der wird Freud im Haus erfahren.

+
Geduld

von

Eingeschränkte Mobilität
ist kein Zuckerguss,
damit dies wieder besser geht,
man zum Therapeuten muss.

+
lesende Statue © Frank Wollmann
Worte

von

Ein liebenswertes Publikum
ist heute hier erschienen,
nichts nehme ich ihm krumm,
bin hier nicht zum Verdienen.

+
Zeichnung Baumlandschaft © Frank Wollmann
Pflichten

von

Guten Morgen Wochentag,
das Wochenende ich lieber mag,
Doch gilt es, dich gut zu verbringen,
widmen wir uns also all den Dingen,

+
Kreislauf

von

Natur kann schön und grausam sein,
alles unterliegt Gesetzen
und fügt sich in den Kreislauf ein,
zu Freud oder Entsetzen.

+
Ernährung

von

Die Kräfte uns'res Körpers schwinden,
doch diese sind uns lebenswichtig,
wenn sie nicht reichlich Kalorien finden,
werden sie gänzlich flüchtig.

+
Erfahrung

von

Kontakt zum Patienten seit Alters her,
Befinden, Gesundheitszustand zu ergründen,
was hat sich verändert, was fällt schwer
und dafür Behandlungsmöglichkeiten finden.

+
erspäht

von

Landschaft ist jetzt weiß erstarrt,
Vögel aufgeplustert sitzen,
Meisen heben an zum Start,
landen auf der Bäume Spitzen.

+
leuchten

von

Möcht ich den Regenbogen sehen,
bedarf es einer ganz besond'ren Haut,
durchlässig für das Licht,
die Pupille durch sie schaut.

+
Werk

von

Jeder kommt mit einem "Ach"
in dieses große Haus,
erfährt Hilfe unter diesem Dach,
geht gesund hinaus.

+
Zeichnung Fahrradfahrer © Frank Wollmann
Räder

von

Wenn die Motoren singen,
klingt's wohlig mir im Ohr,
sehe den Kraftstoff rinnen,
halt sicher meine Spur.

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Über wortgedanken.de

Erlebtes, Gehörtes und Berührendes ...

halte ich gern mit meinen Worten fest und teile das eine und andere Gedicht mit Freunden, Nachbarn und Kollegen. Sie ermutigten mich, diese Eindrücke und Emotionen von der Natur, den Menschen, den Streiflichtern über Feste, Jahreszeiten u. v. m. einem größeren Personenkreis zugänglich zu machen.

So entstehen seit vielen Jahren Gedichte, die ich gelegentlich mit eigenen Zeichnungen oder Fotos illustriere. Menschen ein Lächeln, ein Nachdenken oder auch Tränen der Entlastung schenken zu können, ist das, was mich inspiriert, meine Wahrnehmungen in Wortgedanken zu fassen und zu bebildern.

Sind Sie neugierig geworden? - zögern Sie nicht, entdecken Sie Parallelen zu Ihren eigenen Wahrnehmungen und Befindlichkeiten. Viel Spaß.

Ihr Frank Wollmann, Autor

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