Jahreszeitenwandel

Blüten

von

Vor dem Winter hatten sie sich versteckt,
jetzt glänzen sie in bunter Farbenpracht.
Der Frühling hat sie wieder aufgeweckt,
weil stundenlang die Sonne lacht.
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Fensterbögen

von

Es stehen Ruinen, alte Mauern,
teils überwuchert, teils freigelegt,
sie sicher noch viele Jahre überdauern,
was haben sie nicht alles schon erlebt.
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Kamelienboom

von

Carl von Linn'e hat sie benannt,
die Blume, die als Symbol des Frühlings gilt,
als Kamelie wurde sie so weltbekannt,
Formen und Farben ein unvergessliches Bild.
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Erblickt

von

Der Schnee ist gerade verschwunden,
Wiese und Beete sind wieder frei,
da dauert es nur wenig Stunden
und die Blumenfee, sie eilt herbei.
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Frühjahrssaat

von

Die Erde lechzt nach Feuchtigkeit,
dem wichtigen Elixier des Lebens,
keine Wolken weit und breit,
auf Regen wartet man vergebens.
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Schmelze

von

Der Himmel hat sich aufgetan,
vereinzelt nur noch Wolken schweben,
auf dem Mist kräht laut der Hahn,
es soll bald wärmeres Wetter geben.
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Schnee

von

Der Himmel endlich frei vom Grau,
aufgezogen die Gardine,
zeigt er sich jetzt in klaren Blau,
die Sonne strahlt mit froher Mine.

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Sonnenlicht

von

Weiß und Grau nun verschwinden,
allerorts der Boden bricht,
woraus sich zarte Pflanzen winden,
mit Blüten streben sie zum Licht.

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mystisch

von

Schemenhaft die Bilder kommen
und im Nebel schnell verschwinden,
erscheinen verzerrt, verschwommen,
ganz bizarre kann man finden.

+
Hoffnung

von

Das alte Jahr war turbulent
im Großen wie im Kleinen,
weil stets die Sanduhr rennt,
gab es kaum ein Verweilen.

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Jahreszeit

von

Ein Blumengruß ziert den Raum.
Der Herbst lässt mit ihm grüßen,
als möchte er eine Brücke bau'n,
noch einmal zu genießen.

+
Blätterrauschen

von

Ächze nur du alter Baum,
viele Jahresringe dich ja tragen,
hattest sicher manchen Traum,
wovon dich auch so manche plagen.

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Zauberreich

von

Die Sonne nur gedämpft heut scheint,
kein Lüftchen sich bewegt,
selbst der Himmel gar nicht weint,
manch Blatt sich sanft darnieder legt.

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Ferne

von

Die Sonne zieht auf im Morgenland,
gleißend sie am Himmel steht,
um die Oase aufgetürmter Sand,
der oft vom Wind verweht.

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Ressourcen

von

Für eine Zeitumstellung sind wir nicht geboren,
denn sie ist wider der Natur,
dadurch geht uns so viel verloren,
bis wir eingenordet wie die Uhr.

+
brillieren

von

Ein Sonnenfeuer abends glüht,
am Horizont sich Schatten zeigen,
es ist, als wenn manch Wolke blüht,
in diesen rosaroten Reigen.

+
pastellne Töne

von

Neu gemischt werden die Farben,
nichts bleibt wie es vorher war,
müssen deshalb bald schon darben,
denn sie werden jetzt ganz rar.

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Choreographie

von

Zwei Türme stolz in den Himmel ragen,
pastellene Kronen ringsumher,
die ersten Drachen sich in die Lüfte wagen,
am bunten Schwanz tragen sie schwer.

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Horizont

von

Ein gülden Band zur Sonne führt,
der Himmel blutrot scheint,
es den Horizont berührt,
sich schmelzend dort vereint.

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Quantensprünge

von

All die Formen, Farben,
nichts drängt die Natur zu Ruhm,
die Prozesse nicht zu vergessen,
kürt sie dennoch zum Heiligtum.

+
Jahreszeit

von

Der Herbst zieht auch zu Hause ein,
kann es an den Sträußen seh'n,
am Abend erster Kerzenschein,
Rot wird die Sonne untergeh'n.

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Morgentau

von

Ich halte lang den Atem an,
ein solches Schauspiel, solche Pracht,
was uns die Sonne Zaubern kann,
am Tag und gleichfalls in der Nacht.

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Drachenreigen

von

Die Blätter Orange, Rot, Gelb sich zeigen,
das kräftige Grün verliert sich immer mehr,
nicht mehr zu halten an den Zweigen,
bläst sie der Herbstwind hin und her.

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Morgentau

von

Pfeif dir ein Lied der Gemütlichkeit,
was die Sonne scheinen lässt,
schau nicht auf's Elend dieser Zeit,
Keiner kennt seines Lebens Rest.

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