Wohlbefinden & Lebenskraft

Erinnerungen

von

Sandig der Weg durch die Dünen führt,
nach Ankunft ist dies der erste Gang,
bei dem man die Meeresbrise spürt,
der Strand unendlich lang.
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Blick

von

Ich sehe etwas, was Du nicht siehst,
das Sehen wird uns stets beflügeln,
selbst wenn Du die Augen schließt,
sich Bilder in Dir drinnen spiegeln.
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Friedenstaube

von

Der Imperialismus zügellos erscheint,
willkürlich wieder Bomben fallen,
die Mutter ihr Kind beweint,
Rauchsäulen steigen, Schüsse hallen.
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Sinne

von

Die Sinne sich in Bildern zeigen,
sobald das Wörtchen "Naschen" fällt,
die Phantasien sich daran weiden,
je nach dem, was einem dran gefällt.

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Festmahl

von

Unterm Kessel lodert Feuer,
drinnen schon der Gulasch schwitzt,
alle freuen sich ungeheur,
dass das Süppchen sich erhitzt.

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Elefanten-Apotheke

von

Einer Krähe, die wohl krank,
wurde ein Rezept geschrieben,
schob's nicht lange auf die Bank,
wollte gleich zur Apotheke fliegen.

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Gekeltert

von

Die Traubenlese ist vorüber,
die Feldmaus staunt nicht schlecht,
denn jährlich immer wieder,
bleibt ihr ein guter Rest.

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aufgeschlagen

von

Die Etikette mahnt
ein höfischen Benehmen
und jeder hier schon ahnt,
aansonsten muss man sich schämen.

+
Wellenschauspiel

von

An der See tritt Ruhe ein,
Touristenzeit geht nun vorüber,
jetzt genießt man fast allein,
diese Zeit kommt jährlich wieder.

+
Künste

von

Uralt sind die Symmetrien,
durchziehen Werden und Verschwinden,
nicht ausgedacht gar vom Genie,
wir sie in der Natur schon finden.

+
Genießen

von

Haste gestern gar gelacht,
weil's altern Spaß gemacht.
Hörst de Knochen knacken,
schlaff wer'n schon de Backen,

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Wolkenformation © Frank Wollmann
Lieben

von

Du bist in den Erinnerungen gefangen,
viele Bilder blättern auf,
nach prallen Leben unser Verlangen,
das Ende ist des Lebens Lauf.

+
Hoffnung

von

Das alte Jahr war turbulent
im Großen wie im Kleinen,
weil stets die Sanduhr rennt,
gab es kaum ein Verweilen.

+
Dorheme

von

De Zweesamkeit wie isse scheen,
de Jahre sieht mor uns schon an,
durch Dick und Dünn zusammengeh'n,
dabei mor viel erleben kann.

+
Verzehr

von

Früh morgens, wenn die Sonne lacht,
der Tisch ist reichlich schon gedeckt,
hat Hunger sich längst breit gemacht,
die erste Mahlzeit wahrlich schmeckt.

+
Sternenschein

von

Frieden liegt über der Stadt,
Kirchentore stehen offen,
wer die Liebe in sich hat,
wird auch weiter auf ihn hoffen.

+
Frohsinn

von

Wir schauen nicht auf all die Jahre,
die bereits verflossen sind,
uns stören keine grauen Haare,
sind fröhlich wie einst als Kind.

+
Jahreszahl

von

Die Jahre auf einer Kette aufgereiht,
wie unterschiedlich sie doch sind.
Durch das Erwachsensein befreit,
werden schwächer die Erinnerungen ans Kind.

+
Zeichnung Wald © Frank Wollmann
Sichtachsen

von

Fern der Heimat einzutauchen
in unbekannte, exotische Gefilde,
Wälder dicke Nebel rauchen,
alles festgehalten auf dem Bilde.

+
Friedenston

von

Hört ihr von fern den Friedenston,
von Glocken, die in Türmen aufgehangen,
hast du Kinder, gar Enkel schon,
musst von nun an um sie bangen.

+