Die neuesten Wortgedanken
Glück

von

Ich sehe das Glück auf der Leiter steh'n,
hoch hinaus ist es gestiegen,
kann nicht einfach vorübergeh'n,
ohne davon etwas abzukriegen.

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Aquarell © Frank Wollmann
Frieden

von

Die Geier machen sich immer mehr breit,
die Wölfe untern Schafspelz kriechen,
nun wird es wahrlich höchste Zeit,
den Überhang schnell abzuschießen.

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Friedenswillen

von

Rot leuchtet sie am Revers,
den Kampfeswillen zu bekunden,
das die Gerechtigkeit muss her,
welche an Liebe ist gebunden.

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Streben

von

Der Widder geht so seinen Weg
und findet über jeden Steg
sein Ziel, was er sich vorgenommen
und ist der Berg erst mal erklommen,

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Chaos

von

Warum werden Autos noch produziert,
der Verkehrsraum ist schon lang zu schmal,
was ständig zu Staus nur führt,
für alle Verkehrsteilnehmer eine Qual.

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ungezügelt

von

Der Rasen wächst ganz ungehemmt,
schränkt sich kein bisschen ein,
nur wenn die Sonne länger brennt,
dann lässt er's Wachsen sein.

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Bedacht

von

Ich kann die Welt nicht mehr versteh'n,
was soll denn alles noch gescheh'n?!
Wir tun, was liegt in uns're Macht
und dies am Tag und in der Nacht.

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Dichter

von

Historische Gemäuer die Gassen säumen,
in ihnen unendliche Geschichten stecken.
Sie regen die Phantasie, lassen uns träumen,
weil sie all unsere Sinne wecken.

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freudig

von

Die Balz verschafft uns viele Töne,
Farben, Gerüche wie auch Formen,
sie schenkt uns nachher Töchter, Söhne,
neues Leben wird geboren.

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Zeche

von

Dummheit sich nicht Jeder leisten kann,
auch wenn sie oftmals sehr bequem,
hat man doch Freizeit dann und wann,
über Dummheit muss man sich nicht schäm.

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Licht

von

Der Tod schon an der Wiege steht
und mahnt, vergesst mich nicht,
wenn Ihr durch euer Leben geht,
behütet euer Lebenslicht.

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Geschick

von

Richt-, Weihefest oder Bauheben,
das Bauherrenpaar kann heut erleben
wie am höchsten Punkt der Richtkranz winkt,
als Zeichen, dass der Bau gelingt.

+
Formen

von

Der Osterhase, der Osterhase,
denkt an den Wandel in der Zunft,
sitzt kreativ denkend im grünen Grase,
da verlässt ihn die Vernunft.

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Lebendigkeit

von

Schwer ist es Worte wohl zu finden,
die Dir all die guten Wünsche sagen,
sich lassen zu einem Strauße binden
und doch wollen wir es wagen:

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Blattgrün

von

Im März spüren wir das Licht,
die Tage werden wieder länger,
so manche Knospe bricht,
auch werden die Wipfel enger.

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Leuchtfeuer

von

Am großen Wasser liegt das Land,
einst vom Festland gar getrennt,
Strände mit weißem Sand,
Fischland, liebevoll man's nennt.

+
Geräuschkulissen

von

Finsternis, nur kleine Inseln luminieren,
anders in den großen Städten,
Reklamen zur Lichtverschmutzung führen,
kaum kann man Sterne noch entdecken.

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Farbenfroher Himmel © Frank Wollmann
Pastell

von

Zunehmend zeigt sich Morgenlicht.
Farben können wieder strahlen,
bekomme mehr nun zu Gesicht,
wie kann doch die Sonne malen.

+
entschwunden

von

Die Augen fest geschlossen,
die Muskeln sind entspannt,
die Stille wird genossen,
träumend im Wunderland.

+
Himmelfeuer

von

Wenn der Abendhimmel brennt
meine Augen davon trinken,
bizarr verändert sich die Welt,
ist die Sonne schon beim Sinken.

+
folgen

von

Auf die Uhr muss man nicht schauen,
vielmehr Auslagen studieren,
seinen Sinnen nur vertrauen,
mit den Händen Stoffe spüren.

+
Erklärung

von

Im Wartezimmer heißt es warten,
der Name steht dafür,
gemischt werden die Karten,
bis man findet dann Gehöhr.

+
Verlangen

von

Weiße Flecken sich noch finden,
doch die Kraft ist ungebremst,
Sprosse sich zum Lichte winden,
bis die erste Farbe glänzt.

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Violettes Partylicht © Ina Lilie
Spekulanten

von

Tucholsky schrieb vor dreiundneunzig Jahren
ein Gedicht, dies hat immer noch Bestand,
dessen Inhalt schmerzlich er erfahren,
aus dem die Menschheit noch nicht gelernt.

+
Erfassen

von

Die Kinder und die Jugendzeit
im Innersten des Herzes liegen,
der Blick wird durchs Alter weit,
noch immer viele Träume fliegen.

+
Glückwunsch zum 100. Geburtstag

von

Zeitlos Fotos wiedergeben,
alles, was wir festgehalten
aus dem bisherigen Leben,
Erinnerung bleibt so erhalten.

+
Verstärker

von

Erinnerungen werden wach,
alltägliches vergessen,
dem hohen Alter sieht man's nach,
muss alles neu bemessen.

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Zeichnung Tulpenstrauß © Frank Wollmann
Macht

von

Frauen Leben uns gebären,
was in Frieden muss gedeihen,
Kriege, die nur Leid uns bringen,
dürfen niemals sie verzeihen.

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Aquarell © Frank Wollmann
Menschheit

von

Es grüßt das graue Wolkenfeld,
weithin nur Grau in Grau,
düster steht auf die müde Welt,
sehnt sich so sehr nach Blau.

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Zeichnung Weinflasche © Frank Wollmann
bewusst

von

Es tagt der Rentnertreff in Runde,
viel gibt es wieder zu berichten,
so nutzt man gerne diese Stunde,
zu nichts muss man sich hier verpflichten.

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Über wortgedanken.de

Erlebtes, Gehörtes und Berührendes ...

halte ich gern mit meinen Worten fest und teile das eine und andere Gedicht mit Freunden, Nachbarn und Kollegen. Sie ermutigten mich, diese Eindrücke und Emotionen von der Natur, den Menschen, den Streiflichtern über Feste, Jahreszeiten u. v. m. einem größeren Personenkreis zugänglich zu machen.

So entstehen seit vielen Jahren Gedichte, die ich gelegentlich mit eigenen Zeichnungen oder Fotos illustriere. Menschen ein Lächeln, ein Nachdenken oder auch Tränen der Entlastung schenken zu können, ist das, was mich inspiriert, meine Wahrnehmungen in Wortgedanken zu fassen und zu bebildern.

Sind Sie neugierig geworden? - zögern Sie nicht, entdecken Sie Parallelen zu Ihren eigenen Wahrnehmungen und Befindlichkeiten. Viel Spaß.

Ihr Frank Wollmann, Autor

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